Covid-19 Hygieneplan

Hier unser offizieller, genehmigter Hygieneplan, den wir nun ausreichend erprobt haben, um zu sagen: Es ist "sicher" und absolut möglich bei uns Seminare zu machen! Das ist sowohl für uns als auch für unsere PartnerInnen ein gutes und wichtiges Zeichen auf dem Weg zu einem neuen Umgang mit der gegenwärtigen Situation.

Hygieneplan-Corona der Europäischen Bildungs- und Begegnungsstätte EuropahausMarienberg Öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts

Das Europahaus Marienberg stellt aufgrund derWiedereröffnung der Bildungsstätte im Rahmen der SechstenCorona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (6. CoBeLVO) vom8. Mai 2020 unter Einbeziehung des maßgeblichen in § 3 (4) genannten „Hygieneplan-Coronafür die Schulen in Rheinland-Pfalz“ in der Fassung vom 05. Mai 2020 sowieder„Handreichung Gastgewerbe - Hygiene- und Schutzmaßnahmen Gastronomie undBeherbergung“ folgenden Hygieneplan auf:

PERSÖNLICHE HYGIENE

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Diese erfolgt vor allemdirekt über die Schleimhäute der Atemwege. Darüber hinaus ist auch indirekt überHände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut inKontakt gebracht werden, eine Übertragung möglich.

Wichtigste Maßnahmen zur persönlichen Hygiene

- Bei Krankheitszeichen (z.B. Fieber, trockener Husten,Atemprobleme, Verlust Geschmacks-/Geruchssinn, Halsschmerzen, Gliederschmerzen)auf jeden Fall zu Hause bleiben.

- Mindestens 1,50 m Abstand halten

- Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäuteberühren, d.h. nicht an Mund, Augen und Nase fassen.

- Keine Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln.

- Gründliche Händehygiene (z. B. nach dem Naseputzen, Hustenoder Niesen; nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln; vor und nachdem Essen; nach dem Toiletten-Gang oder nach Betreten des Raumes) durch
a) Händewaschen mit Seife für 20–30Sekunden. Die Wassertemperatur hat keinenEinfluss auf die Reduktion der Mikroorganismen. Viel wichtiger sind die Dauerdes Händewaschens und das Maß der Reibung beim Einseifen der Hände (sieheauch https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/)

oder

b) Händedesinfektion: Das sachgerechte Desinfizieren derHände ist dann sinnvoll, wenn ein gründliches Händewaschen nicht möglichist. Dazu muss Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die trockene Handgegeben und bis zur vollständigen Abtrocknung ca. 30 Sekunden in die Händeeinmassiert werden. Dabei ist auf die vollständige Benetzung der Hände zuachten (siehe auch www.aktion-sauberehaende.de).

- Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken oderFahrstuhlknöpfe möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingernanfassen, ggf. Ellenbogen benutzen.

- Husten- und Niesetikette: Husten und Niesen in die Armbeugegehören zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen! Beim Husten oder Niesengrößtmöglichen Abstand zu anderen Personen halten, am besten wegdrehen.

- Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder eine textile Barriere(Mund-Nasen- Bedeckung MNB, community mask oder Behelfsmaske) tragen. Damitkönnen Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt,abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oderSprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Von den Gästenist der MNS grundsätzlich zu tragen, außer während der Seminare, während derVerpflegung und auf dem eigenen Zimmer. Das Personal wird angewiesen den MNS imgesamten Bereich des Hauses (Küche, Speisesaal, Reinigung der Gästezimmer sowieder Seminarräume) zu tragen. Dies darf aber nicht dazu führen, dass derAbstand unnötigerweise verringert wird. Im Unterricht ist das Tragen vonMasken bei gewährleistetem Sicherheitsabstand nicht erforderlich. Trotz MNSoder MNB sind die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellenEmpfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale fürgesundheitliche Aufklärung, zwingend weiterhin einzuhalten.

Hinweise zum Umgang mit den Behelfsmasken

Folgende Hinweise des Bundesamtes für Arzneimittel undMedizinprodukte (BfArM) sind zu beachten:

- Auch mit Maske sollte der von der WHO empfohleneSicherheitsabstand von mindestens 1.50 m zu anderen Menschen eingehaltenwerden.

- Die Hände sollten vor Anlegen der Maske gründlich mitSeife gewaschen werden.

- Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass dieInnenseite nicht kontaminiert wird. Die Maske muss richtig über Mund, Nase undWangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um dasEindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.

- Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob dieMaske genügend Luft durchlässt, um die Atmung möglichst wenig zu behindern.

- Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen undggf. ausgetauscht werden.

- Die Außenseite, aber auch die Innenseite der gebrauchtenMaske ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zuverhindern, sollten diese möglichst nicht berührt werden.

- Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltungder allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden.

- Eine mehrfache Verwendung an einem Tag ist unter Einhaltungder Hygieneregeln möglich. Eine zwischenzeitliche Lagerung erfolgt dabeitrocken an der Luft (nicht in geschlossenen Behältern!), sodassKontaminationen der Innenseite der Maske/des MNS aber auch Verschleppungen aufandere Oberflächen vermieden werden.

- Die Maske sollte nach abschließendem Gebrauch in einemBeutel o.ä. luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden.Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allemSchimmelbildung zu vermeiden.

- Masken sollten täglich bei mindestens 60 Grad gewaschen undanschließend vollständig getrocknet werden. Sofern vorhanden, solltenunbedingt alle Herstellerhinweise beachtet werden.

RAUMHYGIENE: SEMINARRÄUME, AUFENTHALTSRÄUME, VERWALTUNGSRÄUME,SPEISESÄLE UND FLURE

Zur Vermeidung der Übertragung durch Tröpfcheninfektionmuss auch im Seminar- und Weiterbildungsbetrieb ein Abstand von mindestens 1,50Metern eingehalten werden. Das bedeutet, dass die Tische in den Seminarräumenund im Speisesaal  entsprechend weit auseinanderstehen müssen und damit deutlich weniger Teilnehmer*innen pro Raum zugelassensind als im Normalbetrieb. Maßgeblich sind die 1,5 Meter Sicherheitsabstand.Partner- und Gruppenarbeiten sind nicht möglich.

Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften.Dadurch wird die Innenraumluft ausgetauscht. Mehrmals täglich, mindestens injeder Pause, ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständiggeöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen. Eine Kipplüftung istweitgehend wirkungslos, da hier kaum Luft ausgetauscht wird. AusSicherheitsgründen verschlossene Fenster müssen daher für die Lüftung unterAufsicht der Seminarleitung geöffnet werden. Können aufgrund baulicherMaßnahmen Fenster in einem Raum dauerhaft nicht geöffnet werden, ist er fürden Unterricht nicht geeignet, es sei denn, es ist eine effektiveraumlufttechnische Anlage (Lüftungsanlage) vorhanden.

Reinigung  

Generell nimmt die Infektiosität von Coronaviren aufunbelebten Oberflächen in Abhängigkeit von Material und Umweltbedingungen wieTemperatur und Feuchtigkeit rasch ab. Nachweise über eine Übertragung durchOberflächen im öffentlichen Bereich liegen bisher nicht vor.

In der Bildungsstätte und den für Seminare genutzten Räumensteht die Reinigung von Oberflächen im Vordergrund. Dies gilt auch fürOberflächen, welchen antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben werden, daauch hier Sekrete und Verschmutzungen mechanisch entfernt werden sollen.

Im Gegensatz zur Reinigung wird eine routinemäßigeFlächendesinfektion (z.B. auch für Schulen) auch in der jetzigenCOVID-Pandemie durch das RKI nicht empfohlen. Hier ist die angemesseneReinigung völlig ausreichend.

Wird eine Desinfektion im Einzelfall als notwendig erachtet,so sollte diese generell als Wischdesinfektion mit einer kalten Lösungdurchgeführt werden. Eine Sprühdesinfektion, d.h. die Benetzung derOberfläche ohne mechanische Einwirkung, ist weniger effektiv und auch ausArbeitsschutzgründen bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werdenkönnen (ebenso bei warmer, evtl. dampfender Desinfektionslösung). AuchRaumbegasungen zur Desinfektion sind grundsätzlich nicht angezeigt. DieEinwirkzeit bzw. Benetzungszeit ist zu beachten. Je nach Desinfektionsmittel(wenn getrocknete Reste reizend wirken) ist eine anschließende Grundreinigungerforderlich.

Folgende Areale sollten besonders gründlich und in starkfrequentierten Bereichen täglich gereinigt werden:

- Türklinken und Griffe (z.B. an Schubladen- undFenstergriffe) sowie der Umgriff der Türen,

- Treppen- & Handläufe,

- Lichtschalter, Tische, Stühle, Telefone, Kopierer

- und alle weiteren Griffbereiche, wie z.B. Computermäuse undTastaturen.

HYGIENE IM SANITÄRBEREICH

In allen Toilettenräumen müssen ausreichendFlüssigseifenspender und Einmalhandtücher bereitgestellt und regelmäßigaufgefüllt werden. Die entsprechenden Auffangbehälter für Einmalhandtücherund Toilettenpapier sind vorzuhalten.

Damit sich nicht zu viele Teilnehmer*innen zeitgleich in denSanitärräumen aufhalten, muss zumindest in den Pausen eine Eingangskontrolledurchgeführt werden sofern es sich um minderjährige Teilnehmer*innen handelt.Volljährige Teilnehmer*innen sind auf die Regeln hinzuweisen. Am Eingang derToiletten muss durch gut sichtbaren Aushang darauf hingewiesen werden, dasssich in den Toilettenräumen stets nur einzelne Teilnehmer*innen (Zahl inAbhängigkeit von der Größe des Sanitärbereichs) aufhalten dürfen.

Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden sindtäglich zu reinigen. Bei Verschmutzungen mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenemist nach Entfernung der Kontamination mit einem Desinfektionsmittel getränktenEinmaltuch eine prophylaktische Scheuer-Wisch-Desinfektion erforderlich. Dabeisind Arbeitsgummihandschuhe zu tragen. Wickelauflagen sind unmittelbar nachNutzung zu desinfizieren.

BEHERBERGUNGSBETRIEB

Für den komplette Beherbergungsbetrieb im Rahmen der von undmit dem Europahaus Marienberg angebotenen Seminar- und Bildungsangebote wirddie  „Handreichung Gastgewerbe - Hygiene-und Schutzmaßnahmen Gastronomie und Beherbergung“ (Anlage zu diesemHygieneplan) des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, des rheinland-pfälzischenGesundheitsministerium sowie des Deutsche Hotel- und GaststättenverbandesRheinland-Pfalz und der Industrie- und Handelskammern zur Wiedereröffnung vonGastronomiebetrieben und Hotels angewendet.

INFEKTIONSSCHUTZ IN DEN PAUSEN

Auch in den Seminarpausen muss gewährleistet sein, dassAbstand gehalten wird. Versetzte Pausenzeiten können vermeiden, dass zu viele Seminarteilnehmer*innenzeitgleich die Sanitärräume aufsuchen. Abstand halten gilt auch in denVerwaltungsräumen. Der Verkauf zur Mitnahme verzehrfertiger Speisen undGetränke ist unter Beachtung der gebotenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen,insbesondere der Einhaltung eines Mindestabstands möglich, wenn dieräumlichen Bedingungen entsprechend vorhanden sind oder hergestellt werdenkönnen. Es ist darauf zu achten, dass die Speisen und Getränke nicht imunmittelbaren Umfeld des Pausenverkaufs verzehrt werden.  

PERSONEN MIT EINEM HÖHEREN RISIKO FÜR EINEN SCHWERENCOVID- 19-KRANKHEITSVERLAUF

Bei bestimmten Personengruppen ist das Risiko für einenschweren COVID-19- Krankheitsverlauf höher (siehe Hinweise des RobertKoch-Institutshttps://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html).Dazu zählen insbesondere Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen wie

- Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronareHerzerkrankung und Bluthochdruck)

- chronische Erkrankungen der Lunge (z. B. COPD)

- chronischen Lebererkrankungen

- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

- Krebserkrankungen

- ein geschwächtes Immunsystem (z. B. aufgrund einerErkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßigeEinnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzenkönnen, wie z.B. Cortison)

Seminarleiter*innen, die an einer der genanntenrisikoerhöhenden Erkrankungen leiden entscheiden eigenverantwortlich, ob sieals Seminarleiter*in zum Einsatz kommen möchten oder nicht. Das Gleiche gilt,wenn nicht die Seminarleiter*in selbst, sondern ein im gleichen Haushaltlebendes Familienmitglied an einer solchen Erkrankung leidet. Schwangerschaftist ausweislich der genannten Aufstellung nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden.Wenn sich aber gleichwohl schwangere Seminarleiterinnen aus Sorge um die eigeneoder die Gesundheit des ungeborenen Kindes außer Stande sehen, im Seminareingesetzt zu werden, dann sollte die Einrichtungsleitung hierauf nichtbestehen.

Eine Schwerbehinderung allein ohne Vorliegen einerrisikoerhöhenden Erkrankung bietet keinen Grund dafür, dass diese Personennicht als Seminarleiter*innen im Seminar eingesetzt werden können.

Seminarteilnehmer*innen, die unter einer oder mehrerenVorerkrankungen leiden, wird empfohlen zuhause zu bleiben. Gleiches gilt, wennim Haushalt Personen (Eltern, Geschwisterkinder) mit einem höheren Risiko füreinen schweren Krankheitsverlauf leben.

Für schwangere Teilnehmerinnen gelten die Maßnahmen, diezuvor für schwangere Seminarleiterinnen aufgezählt worden sind.

WEGEFÜHRUNG

Es ist darauf zu achten, dass nicht alle Seminarteilnehmer*innengleichzeitig die entsprechenden Seminarräume, Speisesäle oder Unterkunftsräume betreten.Das Europahaus Marienberg entwickelt ein jeweils den spezifischen räumlichenGegebenheiten angepasstes Konzept zur Wegeführung. Für räumliche Trennungenkann dies z.B. durch Abstandsmarkierungen auf dem Boden oder den Wändenerfolgen.

MELDEPFLICHT

Aufgrund der Coronavirus-Meldepflichtverordnung i. V. m. § 8und § 36 des Infektionsschutzgesetzes ist sowohl der Verdacht einer Erkrankungals auch das Auftreten von COVID-19 Fällen dem Gesundheitsamt zu melden.

ALLGEMEINES

Der vorliegende „Hygieneplan-Corona Europäische Bildungs-und Begegnungsstätte Europahaus Marienberg“ ist dem Gesundheitsamt desWesterwaldkreises vorgelegt und zustimmend zur Kenntnis gegeben worden.

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